6 Tagebuch

Montag 11.3.2024

Montag 11.3.2024

Die 10. Woche unseres Frankreich Aufenthaltes widmeten wir uns etwas unfreiwillig dem Klimawandel, wir mussten jeden Tag aufs neue auf die Wetterphänomene reagieren…

Der Plan war gewesen Schmieden und im Freien arbeiten….

Hat nicht so ganz geklappt, allerdings hat es fantastisch ausgesehen….

es gab auch herrliche Sonnenstunden mit viel Wind…

So war die ganze Woche, mächtig wechselhaft…

bestes Wetter zum fotographieren:-)

….

Zurück auf dem Hof

Am Montag waren wir zurück auf dem Hof, starteten bei sommerlichen 20 Grad und mussten darauf achten, keinen Sonnenbrand zu bekommen….

Super, also ab an die Landarbeit. Hier hat es viele ältere Maschinen, die perfekt ihren Zweck erfüllen und auf Grund ihres Alters ein wenig Startzuspruch brauchen, also los geht’s….

Gemeinsam wird das Gerät angehängt, der Riese auf dem Traktor für Zwerge…

Der Senior fährt sogar noch selbst, obwohl die Demenz schon viel genommen hat, uralte Strukturen funktionieren einfach. Wir freuen uns 🙂

Da das Feld noch zu nass war, beließen wir es bei einem Versuch und wollten 2-3 Tage warten, um alles abtrocknen zu lassen….

Pustekuchen, immer wieder regnete es in Strömen und 1 Woche später hatten wir sämtliche Wetterphänomene durch…

Strömender Regen, nachts auch mal Gewitter, Graupel und sogar  Hagel.

Überall stand das Wasser…

Wetter-Wissen

Am Samstag Abend beim gemütlichen Zusammensein mit Apéro und Pizza erfahren wir, dass das Wetter gerade schon ungewöhnlich ist.

Wir haben „Dezemberwetter“ es gibt dafür hier eine Bauernregel: „Ist es an Weihnacht warm und man feiert draußen, spürt man an Ostern die Kälte und hört den Wind aufbrausen“ frei sinngemäß nachgereimt

Normalerweise, sei es tagsüber schon wärmer um diese Zeit und vorallem nach einem Tag Regen, sei es wieder schön und meistens scheine am gleichen Tag auch wieder die Sonne.

Tut sie tatsächlich meistens, oftmals keine Stunde später, aber es regnet danach wieder…. Das Feld muss also warten….

und wir erfreuen uns an den kleinen Schönheiten….und Sonnenstunden

wie der Mandelblüte ….

Und den Tropfen vom Morgen… Mehr findet ihr Tautropfen auf Gras

Dieses Wetter macht mich regelrecht zum Wolken Jäger, wie Volker so schön sagte, alle Nase lang raus Foto machen. Wer kann bei so einem Anblick ruhig bleiben?

Einen ganzen Tag verbringen wir im Womi, die Heizung läuft auf Hochtouren, während der Regen nur so auf das Dach donnert und wir schreiben etliche Beiträge für unsere Webseite. Hat sehr viel Spaß gemacht, denn die Recherche ist einfach genial, es gibt immer wieder was zu lernen und interessante Dinge zu erfahren. Volker fand endlich Zeit seine lange geplanten Beiträge zu seinen Kursen fertig zu stellen. Gut dass unser Womo so groß ist und wir sogar immer wieder an unterschiedlichen Plätzen sitzen können

….

Ein Sonntag mit Wetter für 1 ganze Woche

Wäre Wetter menschlich , so wäre es am Sonntag definitiv hyperaktiv, unstet und unentschlossen gewesen….

Sonntag morgen, juhu nur grauer Himmel kein Regen, nachdem es 24h durchgeschüttet hatte. Auf dem Mont Ventoux (1900m) schneite es sogar 50cm. Unsere Freunde sind eine halbe Stunde hinauf zum Chalet Reynard gefahren, um sich ein Bild zu machen.

Wir gehen joggen und spazieren….herrlich

(das ist keine schlechte s/w Aufnahme, das war echt so grau!)

die Freude war von kurzer Dauer …

Wir wurden zwar etwas nass, waren aber pünktlich vor der Sintflut und dem Hagel wieder an Bord…

Damit ihr mal einen Eindruck bekommt… Hier eine kleine Kostprobe

Krass, gelle?

Boule- Pétanque Turnier

Am Mittwoch Nachmittag war uns das Wetter hold und so konnten wir unsere E-Flitzerchen ausklappen und einer Einladung nachkommen: nämlich beim wöchentlichen Boule Turnier in Caromb zuzuschauen. Viele Ortschaften in der Gegend tragen solche Turniere aus und jeder kann mitmachen, vorausgesetzt man ist in der französischen Boule fédération Mitglied. Hier in Caromb beträgt das Startgeld 5€, fast 120 Teilnehmer kämpften um die Plätze. Und man muss gut spielen können, denn wer mit wem spielt wird ausgelost! Und zwar von ganz oben, per Computer, damit kein Schindluder getrieben werden kann. Also schon 2x nichts für uns.

Zuschauen macht aber viel Spaß und wir staunen nicht schlecht, wie die Spieler eins ums andere Mal die Kugeln der Gegner mit einem Wurf  aus dem Kasten schießen.Wir hatten das Glück und wurden dem einst Hauptverantwortlichen und Begründer des Bouleplatzes vorgestellt. Vor ein paar Jahrzehnten stellte er zusammen mit seiner Frau den Antrag bei der Stadt für ein Gelände, um richtige Turnier spielen zu können. Es entstand ein toller Platz mit sensationeller Aussicht und einem netten Büdchen, wo für das leibliche Wohl für kleines Geld gesorgt wird.

Unser neues Lieblingsgetränk: Marquisette…. Wir haben schon gegoogelt, es gibt so viele „beste“ Rezepte wie Ortschaften in der Provence. Unseres war auf jeden Fall mit Rhum, Limetten, Zitronen, Sekt und süß…Köstlich und nicht ganz ungefährlich, weil viel zu lecker ;-). Da sich alles um die kleine silberne Kugel dreht, Brauch die natürlich auch einen Platz, wenn man was trinken möchte.

Gerne erklärte uns der ehemalige französische Vize-Meister im Boule die Regeln des Spieles. Wir hatten durch Zuschauen überhaupt nicht kapiert, wie es funktioniert. Hier in der Provence heißt das „Schweinchen“- Cochonet übrigens bouchons-Korken…

Montag

Umzug und neuer mega Arbeitsplatz

infolge des unbeständigen Wetters haben wir uns einen neuen Platz eingerichtet, der überdacht ist und wo Volker sein Schmiedefeuer anheizen und ihm der Regen nichts anhaben kann… Glücklicher Weise hat’s genug Platz hier…

gesagt getan… das Schmiedefeuer wurde auch wieder eingeheizt…

Es wird ein Handlauf für die Treppen zum Studio aus dickem Eisen…

….

Volker schreibt:

vor dem Umzug mußte der Amboss noch auf einen Holzsockel. Das scheppern beim Schmieden auf dem Anhänger geht auf Dauer nicht.

Drei Holz Abschnitte habe ich gefunden. Die müssen jetzt wieder verbunden werden.

2×3 Klammern aus einem super Baustahl geschmiedet.

Voilà, es geht auch ohne Befestigungstechnik von Würth. Hammer, Amboss, Feuer und Stahl.

Nur mal so. Schmieden kann man mit vielen Materialien, Pellets, Gas, Holzkohle und auch Steinkohle. Bei uns gehen so ungefähr 5 kg am Tag durch. Es bleibt nicht viel Schlacke übrig, dann wir wohl der Rest in der Atmosphäre sein.

Schätze mal? wie viel Kohle braucht ein Kohlekraftwerk.

???

ein großes Kraftwerk lässt 20.000 Tonnen am Tag durch seine Brennkammer, um damit 9000 Megawatt Strom zu erzeugen, d.h. 9.000.000 kWh am Tag Strom wird erzeugt. Ein modernes! Kraftwerk erzeugt dabei 950 g CO2/kWh. Die Zahlen sind schon heftig. Die Zahlen sind natürlich wieder von Google bereitgestellt und ohne Gewähr. So ihr lieben Querdenker, haut mal die Zahlen in den Taschenrechner.

„Sind Klimawandel besser als ihr Ruf“

So heißt ein aktueller Beitrag über die verschiedenen Klimawandel in der Arte Mediathek. Interessant, das Mittelalter war warm. Dann kam eine kleine Eiszeit. Was hat die französische Revolution mit dem Klima zu tun und was wäre wenn wir nicht so kräftig heizen würden. Das erfährt man in dem Beitrag.

so genug Klima gewandelt . Ich gehe mal Hecke schneiden.

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