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Zebri hilft Olivenbäume zu schneiden

Oliven gibt es viele Sorten, wie bei uns bei den Äpfeln…

Viele sind für Öl und andere sind wiederum Tafel-Oliven zum Essen. Diese sind in der Regel etwas größer. 

Die Bäume zu pflegen und schneiden ist eine Sache für sich und erfordert viel Zeit und Erfahrung.

Welche Form der Baum haben soll, daran scheiden sich die Geister. Da hat jeder/ jeder Landstrich so seine eigene Idee und Überzeugung. Was alle vereint, ist, dass, wenn die Bäume geschnitten sind, mega cool aussehen.

Hier werden sie so geschnitten, dass der Baum quasi einen Kranz von Ästen hat und in der Mitte kann man durchschauen.

Durch diese Art von Schnitt verändert sich der Stamm. Mit der Zeit entstehen Löcher. Manche haben schon richtig große …

oder der Stamm teilt sich, sodass sich 3 oder mehr einzelne Bäume entwickeln, sehr interessant und total ungewöhnlich. Von unseren Apfelbäumen kennen wir das überhaupt nicht…

Hier auf der Farm gibt es ca 250 Olivenbäume in unterschiedlichen Größen. Was sie alle brauchen dieses Jahr, ist eine neue „Frisur“, einen neuen Schnitt, damit besser geerntet werden kann. Alle Bäume werden eingekürzt und sehr stark geschnitten.

Normalerweise schneidet man einen Baum alle 2 Jahre, denn im 1. Jahr gibt es deutlich weniger Ertrag. Da es letztes Jahr aber extrem viel Öl gab und man dann schneidet, wenn man Zeit hat, wurde dieses Jahr Anfang Januar mit dem Schnitt angefangen.

Aufgrund des ergiebigen Regens konnte 2026 nur stundenweise geschnitten werden und nach 2 Monaten Anfang März waren alle 250 Bäume wieder hübsch und wenn sie dann reichlich tragen, sind sie auch viel leichter zu ernten.

Und wer einmal alles miterlebt hat, dem ist klar, dass gutes Olivenöl seinen Preis hat.

Zebri war bereit und wollte natürlich alles genau wissen….

Und nimmt dich jetzt mit auf die Reise des Olivenschnittes

Und wir bekamen eine Lektion in Sachen Baumschnitt und halfen beim Schneiden der letzten 8 der 250 Bäume…

Volker durfte sogar einen Baum ganz alleine schneiden. Und er hat sich wirklich gut angestellt, laut den Profis.

Jeder Knubbel musste weg, denn sonst wachsen daraus Triebe, die man nicht haben will…

Diese Knubbel sind vom Schnitt bei der Ernte übrig, da wurden die Bäume zum Teil schon grob vor geschnitten, da es leichter zu ernten war.

So sahen die Bäume ungeschnitten aus…

zuerst der grobe Schnitt

Als erstes geht es den großen Ästen mit der Motorsäge an den Kragen….

Das muss man nicht jedes Jahr machen, sondern nur dann, wenn sie zu lange so wachsen durften.

Ziel sei es, wie uns einmal gesagt wurde: ein Vogel muss locker durchfliegen können und die Sonne überall hin kommen, auch innen. Denn die Oliven müssen alle auf einmal reif sein, da die „Schüttelstangen“ nicht zwischen unreif und reif unterscheiden können.

Grob gesagt, alles was nach oben wächst fällt und was waagerecht ist bleibt und wenn es mehrere waagerechte gibt, bleibt der kürzere Ast….

….

Anschließend der Feinschnitt….

Dann wird von Hand nachgeschnitten … mit der elektrischen Schere und Akku auf dem Rücken. Die Schere ist ganz schön schwer…

Aber wo soll man denn was schneiden?

vorher-nachher- ein großer Unterschied …

Immer von innen schauen, denn innen muss alles raus und meisten ist innen viel vertrocknet…

Was nach unten hängt geht, waagrecht bleibt ..

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Wassertriebe der Wurzel

Die Bäume hier sind im ältesten Fall von 1963, denn damals gab es üblen Frost über mehrere Tage und alle Bäume mussten gefällt werden. Aus der Wurzel (die eigentlich ein „Holzbollen“ im Dreck ist) wuchsen dann wieder die neuen Bäume.

Das ist auch eine Möglichkeit neue Bäume zu züchten. Dazu nimmt man ein Stück der „Matte“, (so nennt man die Wurzel) mit Trieben, die sozusagen direkt aus der Wurzel kommen.

Die müssen natürlich entfernt werden, damit der Baum seine ganze Energie in die Äste und Oliven geben kann.

Genau diese sind der Start für die schwäbische Alb Olivenplantage 🙂

Zur Vermehrung kann man ein paar lange gerade Äste beim Schneiden nehmen, als Start für den neuen Baum. Quasi die stärksten Wassertriebe eines Astes, wenn an der Wurzel keine gebildet werden.

….

Was tun mit den ganzen abgesagten Ästen und blättern?

Volker geht schon mal vor und Zebri ist skeptisch und schaut von weitem was da so qualmt…

Das sind Unmengen und die verrotten nicht, sondern werden nur braun! Also werden sie verbrannt, wenn es keinen/wenig Wind hat. Das ist schon auch ein Spektakel und man muss höllisch aufpassen.

Und wie das knistert durch die Öle in den Blättern

der Boden …

Zum Schluss wenn alles ordentlich geschnitten ist, wird der Boden aufgelockert und dadurch die Wurzeln der kleinen Eichen entfernt.

Durch die beständige Fahrerei wurde der Boden verdichtet.

Jetzt kann das Wasser leichter und tiefer eindringen.

Hey stop, bitte, nimm mich mit!

….

Natürlich gibt es auch Olivenbäume auf der Wiese. Der Großteil ist hier auf der Wiese gepflanzt. Dies ist abhängig erstens vom Boden und von der Idee der Besitzer.

Sie meinten es sei viel einfacher die Netzte auszubreiten und sie würden nicht so schnell Löcher bekommen. Insgesamt wäre alles angenehmer mit Wiese, auch das Wasser würde besser gespeichert.

Aber natürlich gibt es auch hier so viele Ansichten, wie Oliven….

Zebri erklärt euch wie man Olivenbäumen schneidet und was alles dazu gehört...

Voilà, jetzt ward ihr auch dabei….

Wir sind schon gespannt, wie viel sie wachsen bis zur Ernte im Winter.

Vielen Dank unseren Freunden, dass sie uns mit viel Geduld gezeigt haben, wie es rund um die Oliven funktioniert, um eine gute Olivenernte einfahren zu können.

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