6 Tagebuch,  Provence

Olivenschnitt in der Provence.

Heute am Sonntag 8. März wird die Oliven Saison abgeschlossen. Wir waren jetzt ein ganzes Jahr bei den einzelnen Schritten dabei. Die Oliven haben dieses Jahr einen besonderen Schnitt bekommen. Ein Bestandsschnitt der die Höhe und Auslage bestimmt.

Wir durften lernen und haben dann frei an dem alten Bestand mit der Säge arbeiten dürfen. Spannend und auch etwas aufgeregt ging es an die Äste. Zum Teil mehr als 3 Meter würde mancher Baum eingekürzt. Unmengen an Ästen mussten weggeschafft werden. Gleich ins Feuer damit.

Seit Januar arbeiten die Besitzer jedes Wochenende an ihren Oliven. Es ist eine Arbeit die viel Geschick und Handarbeit braucht. Man hat das Gefühl die Bäume atmen auf. Alles wird leichter und mehr Licht kommt in den Baum. Ihr Handwerk haben sie gelernt. In der Ausbildung und von den Vorfahren und trotzdem schneidet jeder etwas anderst. Wenn man jetzt durch die Region fährt, sieht man an jeder Ecke jemanden im Baum arbeiten.

Es ist geschafft . Die letzten Arbeit ist, den Boden zu lockern. Durch die Ernte und den Schnitt wurde der Boden stark befahren und verdichtet. Hart wie Beton nimmt die Erde kein Wasser auf. Der alte Renault zieht den Pflug durch die Gassen. Der Boden wird gelockert. Jetzt ist alles vorbei und die Oliven bekommen ihre Ruhe. Die ersten neuen Blätter sind zu sehen. Wir sind gespannt, wie die Ernte dieses Jahr sein wird. Durch den Schnitt wird der Ertrag sehr viel geringer sein. Das gehört dazu. Viel Arbeit und wenig Ertrag. Deswegen ist ein gutes Olivenöl auch teuer.

Wir haben uns noch die letzten Oliven gepflückt und diese in Salz eingelegt. Wenn sie genießbar sind, berichten wir.

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